Während dieser Hitzewelle suchen viele Menschen Schatten, kühlen ihre Wohnungen nachts und sorgen sich um Angehörige. Gleichzeitig wird deutlich, dass individuelle Massnahmen allein nicht genügen. Auch der Kanton muss seinen Beitrag leisten. Wir Alternativen – die Grünen haben dazu drei konkrete Vorstösse im Kantonsrat eingereicht.

Erstens braucht Zug eine kantonale Hitzestrategie mit einer Stelle, welche Gemeinden, Gesundheitsinstitutionen und Verwaltung koordiniert. Zweitens müssen die gesundheitlichen Folgen der Hitze systematisch erfasst werden. Drittens braucht es wirksamen Hitzeschutz in Schulen, Spitälern und Verwaltungsgebäuden, beispielsweise durch klimafreundliche Kühlung mit Solarstrom. Diese Massnahmen helfen älteren Menschen ebenso wie Kindern, Angestellten und Personen, die draussen arbeiten.

Politik zeigt sich darin, ob sie Probleme erst diskutiert, wenn sie eskalieren, oder ob sie rechtzeitig Lösungen vorbereitet. Die drei Vorstösse sind ein wichtiger Schritt zu einem Kanton Zug, der die Folgen der Klimakrise ernst nimmt und seine Bevölkerung schützt.

Konradin Franzini, Kantonsrat Grüne, Rotkreuz

Leserbrief Zuger Zeitung